26. Februar 2013

Tage der Informatik - nicht nur für Studieninteressierte

Verschlüsselung & Zauberei, Bioinformatik gegen die Invasion von Killer(Krebs)zellen oder die Frage: Was hat Herzrasen mit Computern und Spielen zu tun? – das waren Themen der diesjährigen "Tage der Informatik", die am 20. und 21. Februar 2013, am Campus Bockenheim im Hörsaalgebäude stattfanden.

Ca. 350 Schülerinnen und Schüler nutzten an beiden Tagen Gelegenheit zu einem direkten Austausch mit Studierenden und Hochschullehrern. Die Tage informierten über den Studiengang Informatik an der Goethe-Universität und künftige Berufsfelder.

Aus dem Berufsleben berichteten Ursula Jonscher (Lufthansa Passage, Information Management) und Dr. Frank Eschmann (peiker acustic GmbH & Co. KG). In den übrigen Vorträgen wurden die Inhalte des Studiums vorgestellt sowie seine Stellung als Querschnittswissenschaft mit vielfältigen Bezügen zu anderen Disziplinen aufgezeigt. Beispiele entstammten der theoretischen Informatik, der Bio-Informatik, der praktischen und der technischen Informatik.

Ein weiterer Vortrag befasste sich mit Inhalten und Fragestellungen eines Studiengangs Wirtschaftsinformatik, der – für den Abschluss Master – neu an der Goethe-Universität eingerichtet wurde.

Neben den Vorträgen waren auch die beliebten Roboter zum Anfassen des Joint Robotics Lab wieder vertreten. Weitere Stände wurden angeboten zu den Themen LogiFlash, Biofeedback sowie WikiNect. Lehrkräfte des Faches Informatik von Schulen des Rhein-Main-Gebietes präsentierten außerdem Beispiele aus ihrem Unterricht. Ergänzt wurde dieses Angebot durch Vertreter der „Initiative Bundesweit Informatiknachwuchs fördern“, die die verschiedenen Informatikwettbewerbe für Schülerinnen und Schüler vorstellten. Vertreter der Fachschaft Informatik standen für Gespräche zur Verfügung, ein Angebot, das intensiv genutzt wurde.

 

Weitere Bilder von den Tagen der Informatik sind hier zu finden:

Videoaufzeichnungen der Vorträge sind unter diesem Link zu finden.

Tage der Informatik für Studieninteressierte

Wer Informatik studiert, hat seit Jahren gute Berufschancen. Ungeachtet aller Konjunkturschwankungen besteht große Nachfrage nach gut ausgebildeten Informatikern. Über die Inhalte des Informatikstudiums und mögliche berufliche Arbeitsfelder informiert die Universität Frankfurt in den "Tagen der Informatik", zu denen nicht ausschließlich Studieninteressierte sondern generell Informatikinteressierte herzlich eingeladen sind.

Seit dem Jahr 2006 bietet das Institut für Informatik der Goethe-Universität Frankfurt die Tage der Informatik an, um neugierigen Schülerinnen und Schülern einen Einblick in verschiedene Gebiete der Informatik zu ermöglichen. Im Frühjahr möchten wir diese Tradition am 20.02. und 21.02.2013 fortsetzen.

Wir hoffen, ein ebenso vielfältiges wie kurzweiliges Programm zusammengestellt zu haben, zu dem wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und deren informatikinteressierte Kolleginnen und Kollegen herzlich einladen möchten. Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm zu verschiedenen Themen aus der Fachinformatik möchten wir den Schülerinnen und Schülern vor allem die Gelegenheit bieten, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch zu kommen. Gelegenheit dazu bieten unsere Informationsstände, an denen Studierende und Lehrende des Fachbereichs Informatik Fragen rund um das Thema Informatik an der Goethe-Universität beantworten. Lehrkräfte des Faches Informatik werden gemeinsam mit Lernenden ihre „best practice“-Beispiele aus der Schule vorstellen und sich mit Interessierten darüber austauschen.

Zeit und Ort: Die Tage der Informatik finden am 20.und 21. Februar 2013 in Hörsaal H VI und im Foyer des Hörsaalgebäudes (Mertonstr. 17-21 60325 Frankfurt (Campus Bockenheim)) statt

Webseite zu den Tagen der Informatik (mit Programm):
http://www.cs.uni-frankfurt.de/tdi/

 

Rohstoff in den Köpfen

Innovationsforum an der Goethe-Universität: Top-Manager diskutieren mit Wirtschaft und Studierenden über kreativen Unternehmergeist

04. September 2012

FRANKFURT. Ein Abend mit vielen Geistesblitzen und Inspirationen: Das 1. Innovationsforum von Goethe-Universität und Handelsblatt auf dem Campus Westend übertraf mit 700 Vertretern aus Wirtschaft und Hochschule alle Erwartungen. Ein hochkarätig besetztes Podium von Vorstandsvorsitzenden diskutierte über die Bedeutung von neuen Ideen für beruflichen und ökonomischen Erfolg. „Für die Goethe-Universität gehören Patentieren und Publizieren ganz eng zusammen“, betonte Uni-Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz in seiner Begrüßung. Die Makroökonomin Prof. Nicola Fuchs-Schündeln stellte in ihrem Eingangsstatement die Bedeutung von gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern für wirtschaftlich prosperierende Unternehmen und Regionen heraus: „Der Kampf um die besten Köpfe wird immer wichtiger.“

In einem Live-Talk sprach danach Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatt, auf ebenso erhellende wie unterhaltsame Weise mit vier Vorstandsvorsitzenden bedeutender deutscher Unternehmen. René Obermann, Deutsche Telekom AG, Prof. Dr. Martin Winterkorn, Volkswagen AG, Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG, und Roland Boekhourt, ING-DiBa AG, gewährten erstaunliche Einblicke in ihre Bildungsbiographien und formulierten gemeinsam mit dem Publikum Voraussetzungen für ein innovationsfreundliches Klima in Studium und Beruf. „Der Erfolg eines Unternehmens wie VW beruht vor allem auf den Ideen und dem Erfindungsreichtum seiner Mitarbeiter“, betonte Martin Winterkorn. „Wir prämieren im Rahmen eines Ideenmanagements kreative Vorschläge. Wenn man ein Mindestmaß an Disziplin und Selbstreflexion beherzigt, darf man auch mal ‚spinnen‘“, so René Obermann. Neugierde müsse bereits in den Schulen gefördert werden, so die Diskutanten. In Deutschland sei das Scheitern einer Geschäftsidee zu negativ besetzt. Risikobereitschaft sei aber eine Voraussetzung dafür, dass in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland Innovationen stärker umgesetzt werden könnten.

Verbunden war die von Dr. Friederike Lohse von der Freundesvereinigung initiierte Veranstaltung zugleich mit einem Spendenaufruf: Unibator, das Gründerzentrum an der Goethe-Universität, bietet Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Alumni Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Im Rahmen eines Mentoren-Programms begleiten Professoren der Goethe-Universität die Projektteams bei der Entwicklung ihrer Vorhaben. Der Goethe-UniBator ist damit eine Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft und ermöglicht innovativen Ideen den erfolgreichen Markteintritt.

Bildergalerie

Weitere Informationen: Goethe-Unibator, www.goetheunibator.de

Gründung des Alumni-und Fördervereins Informatik an der Goethe Universität Frankfurt am Main


Es gibt eine gute Nachricht zu verkünden – der Alumni- und Förderverein Informatik an der J.W. Goethe Universität Frankfurt am Main ist gegründet.

Am 8.Februar 2013 fand im Informatikgebäude die Gründungsversammlung statt.

Es waren 21 Gründungsmitglieder im Seminarraum 307 zusammengekommen, unter Ihnen auch ehemalige Studentinnen und Studenten des ersten Jahrganges nach dem Start der Informatik an der Universität Frankfurt, um den Verein zu gründen.

Die Sitzung wurde geleitet von Herrn Prof. Dr. Detlef Krömker. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte waren die Beratung und Beschlussfassung einer Satzung sowie die Wahl eines Vorstandes.

Als Vorstand wurden gewählt:

Vorsitzender: Herr Dipl.Inform. Manfred Götz

Stellv. Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Klaus Waldschmidt

Schatzmeisterin: Frau Dipl. Inform. Ursula Jonscher

Alle Beschlüsse wurden einstimmig, bei jeweils einer Enthaltung gefasst.

Über die Sitzung wurde ein Protokoll verfasst.

Zum Abschluss der Sitzung erhielt jedes Gründungsmitglied eine Tasse und eine Goethe-Nadel als Präsent des Präsidiums.

Die nächsten Schritte des gewählten Vorstandes werden die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister und nach Abschluss der Gründungsformalitäten die Vorbereitung einer ersten Mitgliederversammlung sein.

Zur Mitgliederversammlung wird rechtzeitig eine Einladung erfolgen.

Die Gründungsmitglieder und der Vorstand würden sich sehr freuen, wenn an der Mitgliederversammlung möglichst viele weitere Ehemalige oder Mitglieder des Institutes für Informatik teilnehmen würden.

Klaus Waldschmidt, 19.3.2013

 

Informationen, Fotos, Biografien zum Vorstand sind unter
www.informatik.uni-frankfurt.de/index.php/de/alumni-initiative/vorstand-alumni-verein.html
zu finden.

Ideen statt Energieverbrauch und Treibhausgas

Hessischer Supercomputer LOEWE-CSC wird zum "Ort der Ideen“

17. August 2012

Frankfurt - Einer der ersten CO2-neutralen Supercomputer der Welt, der Rechner LOEWE-CSC am Center for Scientific Computing (CSC) der Goethe-Universität Frankfurt, ist am Freitag mit dem Titel „Ausgewählter Ort“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. Der Höchstleistungsrechner ist nicht nur besonders schnell – derzeit Nummer fünf in Deutschland - und besonders energie- sowie kostensparend, sondern wird durch Versorgung mit erneuerbaren Energien – im Gegensatz zu allen anderen deutschen Supercomputern – auch ohne Erzeugung des Treibhausgases Kohlendioxid betrieben. „Die Auszeichnung ist ein großartiger Erfolg. Sie dokumentiert die außerordentlichen Kreativität von Forschern in Hessen bei der Lösung von Aufgaben, und belegt die Anstrengungen der Landesregierung, attraktive Rahmenbedingungen für die Forschung am Wissenschaftsstandort zu schaffen“, sagte der hessische Wissenschafts-Staatssekretär Ingmar Jung. Den Pokal „Ausgewählter Ort“ nahmen die LOEWE-CSC-Projektleiter Prof. Volker Lindenstruth und Prof. Hans-Jürgen Lüdde aus der Hand von Tilmann Wittershagen, Deutsche Bank, entgegen.
Der Supercomputer LOEWE-CSC, der vor fast zwei Jahren als „Arbeitspferd“ für zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen – von der Klima- bis zur Gehirnforschung – in Betrieb genommen wurde, erreicht seine einzigartigen Leistungen durch ein neuartiges technisches Konzept, das an der Goethe-Universität und am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) entwickelt wurde: Für Höchstgeschwindigkeit beim Rechnen sorgen Grafikchips, wie sie auch in handelsüblichen PCs Verwendung finden. Die Einsparungen im Energieverbrauch werden durch die in Frankfurt entwickelte „e-Square“-Kühltechnik des Computers erreicht – wassergekühlte Türen der Computerschränke verhindern, dass Abwärme in die Raumluft gelangt, der zusätzliche Energiebedarf für die Kühlung kann dadurch auf etwa ein Zehntel gesenkt werden. Für die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien sorgt die Unterbringung des Supercomputers im Industriepark Infraserv Höchst, in der ehemaligen Schaltwarte der Farbwerke, wo ausreichend Energie aus Biogas und Klärschlammverbrennung bereitsteht.

Nicht nur mit Energie, auch bei den Kosten ist LOEWE-CSC sparsam: Der Rechner kostete durch weitgehende Verwendung handelsüblicher Bauteile nur etwa ein Drittel vergleichbar schneller Computer, seine jährlichen Betriebskosten liegen bei einem Viertel ähnlicher Rechner. Für sein „visionäres Gesamtkonzept“ wurde der Supercomputer daher bereits mit dem „GreenIT Best Practice Award“ ausgezeichnet. Dieses Konzept ist auch Vorbild für das Rechenzentrum im künftigen internationalen Forschungszentrums FAIR in Darmstadt (Facility for Antiproton and Ion Research), wo mit einem etwa zwanzigfach größeren Supercomputer „GreeenCube“ jährlich rund 15.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden sollen. Computer sind mittlerweile im gleichen Umfang an der Produktion dieses Treibhausgases beteiligt wie der weltweite Flugverkehr.
Zugleich mit der Ehrung als „Ausgewählter Ort“ wurde bei LOEWE-CSC am Freitag auch die erste Stufe des künftigen FAIR-Tera-Netzes gestartet. Dieses Höchstgeschwindigkeits-Computernetz wird dafür sorgen, dass am entstehenden internationalen Bescheunigerzentrum FAIR in Darmstadt die Hochleistungsrechner der hessischen Universitäten direkten Zugriff zu den dort gespeicherten Daten haben. Dazu wird LOEWE-CSC zunächst über eine mehr als 100 Kilometer lange Datenverbindung mit der Goethe-Universität und mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt verbunden, wo FAIR derzeit entsteht, und zusätzlich direkt mit dem größten Internetknoten der Welt „DE-CIX“ in Frankfurt. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird in der Pilotphase 120 Gigabit pro Sekunde betragen, später soll sie auf mindestens 1 Terabit pro Sekunde verzehnfacht werden (dies entspricht der Übertragung einer großen PC-Festplatte in sechs Sekunden). Die Gesamtinvestitionen zum Bau des Hochleistungsgroßrechners belaufen sich auf rund 4,9 Millionen Euro. Die Hessische Landesregierung hat den Bau mit einer Million Euro unterstützt. Weitere 850.000 Euro stammen aus dem hessischen Forschungsförderungsprogramm LOEWE. LOEWE-CSC wird für vielfältige Forschungsaktivitäten im Rahmen der LOEWE-Zentren „Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR)“ sowie „Biodiversität und Klimaforschung Frankfurt (BiK-F)“, des Exzellenzclusters „Makromolekulare Komplexe“, des „Bernstein Fokus: Neurotechnologie, Frankfurt Vision Initiative“, der Hessischen Quantenchemie-Initiative und verschiedener Verbundprojekte genutzt. Der Titel „Ausgewählter Ort“ wird durch die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank gemeinsam an Projekte verliehen, die einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. Die Preisträger des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ stehen „für den Ideenreichtum, die Leidenschaft und die Umsetzungsstärke der Menschen im Land und machen die Innovationskraft Deutschlands Tag für Tag erlebbar". Kriterien für die Verleihung sind Zukunftsorientierung, Innovation und Umsetzungsstärke sowie Vorbildwirkung und Ansporn der jeweiligen Projekte.

"Ausgewählter Ort" der Ideen: Der Supercomputer LOEWE-CSC - superschnell, sparsam bei den Kosten, sparsam beim Energieverbrauch, frei von Treibhausgas-Emissionen
(Download in voller Auflösung (3766x2481px, 4MB): http://fias.uni-frankfurt.de/press/LOEWE-CSC.jpg

 

Weitere Informationen


Prof. Dr. Hans Jürgen Lüdde
Center for Scientific Computing
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Max-von-Laue-Strasse 1
60438 Frankfurt


Tel: +49(0)69 7984 7358
Fax: +49(0)69 7984 7880
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Web: http://www.csc.uni-frankfurt.de

Zusätzliche Informationen